Auch in diesem Jahr könnte ich leider wieder eine lange Liste an Regenbogenkindern erstellen. 😔 Und was mir ganz besonders das Herz gebrochen hat, ist, dass mit Magnus am 08. November die Familie Stups ihr Ende gefunden hat. Magnus, der sich am Ende, nach Ellos Tod, noch so Hals über Kopf in Rosi verliebt hat (Tausend Dank an Manu und Helena für diese wunderbare Häsin! 😍). Leider war den Zweien nicht mehr sehr viel Zeit gemeinsam gegeben.
Aber vielleicht mal von Beginn des Jahres an ... der Kaninchen-Gott hat uns das erste halbe Jahr vom Abschiednehmen verschont, allerdings verstarb am 19. Juni unsere unangefochtene Stups-Chefin Floppy. Sie lag einfach morgens tot im Stall. Naja, einfach ist vielleicht übertrieben, sie war schon seit einiger Weile Herzpatientin und hat Medikamente bekommen. Nichtsdestotrotz war es natürlich ein großer Schock! Allerdings war sie die erste unserer Tiere, die eigenständig entschieden hat, wann es Zeit ist, zu gehen, sie hat uns die Entscheidung abgenommen, ganz nach Art einer Chefin.
Dann waren sie also nur noch zu dritt. Und da die Riesen so wahnsinnig schlecht mit Hitze umgehen können, haben wir sie in den Keller umziehen lassen und nur morgens für etwa zwei Stunden raus gelassen. Nichtsdestotrotz entwickelte Woodine schwere Atemprobleme. Nachdem sie bei der Tierärztin mehrere Stunden in der Sauerstoffzelle saß, ergab die Untersuchung, dass auch sie Herzprobleme hatte. Nach wenigen Tagen Zuhause hatte ich das schlimmste Erlebnis, welches mich bis dahin als Kaninchenmama eingeholt hatte. Plötzlich begann Woodine zu torkeln und fiel immer zur Seite, sie riss den Kopf nach hinten, hatte den Mund weit auf und aus ihren Augen sprang pure Angst! Und alles, was ich noch für sie tun konnte, war, sie in den Arm zu nehmen und bei ihr zu sein. Nach einigen Minuten ist sie in meinen Armen erstickt. 😢 Das war am 15. Juli. Und was dann passierte, habe ich so vorher auch noch nicht erlebt. Wie immer, habe ich den Verbliebenen noch die Möglichkeit gegeben, Abschied zu nehmen. Magnus und Ello wollten sie allerdings gar nicht gehen lassen, es lag immer mindestens einer auf ihr und wir mussten sie mehr oder weniger unter ihnen raus ziehen. Ich hatte irgendwie immer das Gefühl, je weniger Geschwister noch da waren, desto inniger wurde ihr Verhältnis, Ello und Magnus entwickelten sich ein bisschen zu Yin und Yang. ☯
Ello starb dann am 02. September. Er war schon seit geraumer Zeit unser kleiner Kämpfer. Wir haben ihn im Laufe des Jahres auch einmal auf EC testen lassen, weil wir uns nicht erklären konnten, wo die ganzen Symptome, die er zeigte, herkamen. Schlussendlich konnte er die Hinterbeine gar nicht mehr bewegen und somit konnte er sich natürlich auch nicht mehr sauber halten. Was er aber sehr lange im Vorfeld noch gemacht hat, ist, seinen Blinddarm-Kot auszuscheiden und ihn dann vom Boden zu essen. Einfallsreich und clever. 😀 So waren sie halt, meine Stupses. 😍 Wie Magnus sich von Ello verabschiedet hat, habe ich so vorher auch noch nicht gesehen: Ellos Körper lag auf einem Handtuch, Magnus hat einmal an ihm geschnüffelt und dann hat er, ohne Witz, das Handtuch über Ello gelegt und hat ihn dann ignoriert.
Nun blieb also noch Magnus über und wir waren ziemlich ratlos, was wir nun mit ihm tun sollten. Allein lassen war für uns keine Option, aber wir waren irgendwie der festen Überzeugung, dass es kein Kaninchen auf dieser Welt gibt, welches mit Magnus kompatibel ist, der alte Stinker. 🙈 Mit Lisas Unterstützung sind wir dann wenige Tage später auf die Anzeige von Helena und Manu gestoßen, die ein neues Zuhause für ihre Rosi suchten, eine Scheckriesin, die nur noch ein Auge besaß. Wir wollten es versuchen. Gesagt, getan, Kontakt aufgenommen, Manu und Helena haben noch am selben Abend den langen Weg von Saarbrücken auf sich genommen, um erst einmal zu schauen, ob sie uns ihre Rosi anvertrauen wollen. Das hat mir sehr imponiert!! Vor allem, weil sie bereit waren, es zu versuchen und direkt am nächsten Tag wiederkamen, um Rosi in ihr neues Zuhause zu bringen. Die Anspannung war groß als wir die zwei in ihr 'Vergesellschaftungsgefängnis' gesetzt haben, die Gehandicapte und der Stinker. 😅
Was dann passierte ist für mich immer noch wie ein kleines Wunder, die zwei verliebten sich mehr oder weniger sofort ineinander und von da an waren sie unzertrennlich! 💜🐰🐰💜 (Die Geschichte von Rosi und Magnus wird bald unter 'Erfolgsgeschichten' zu finden sein.) Aber, wie bereits erwähnt waren ihnen nur wenige Wochen gemeinsamer Zeit gegeben bis sich bei Magnus auch starke Arthrose entwickelte und er sich am Ende auch noch die Pfote brach, wo wir bis heute immer noch nur spekulieren können, wie das passiert ist. Als ich mit Magnus zur Tierärztin fuhr war uns im Endeffekt schon bewusst, dass er wohl nicht mehr lebend mit nach Hause kommt. Nichtsdestotrotz ... Rosi wollte mit. Und was soll ich sagen, sie wich keine Sekunde lang von seiner Seite, nicht einmal als er sich auf den Weg über den Regenbogen, zu seinen Geschwistern, begab. 💕
Leider endete das Abschiednehmen nicht mit dem Tod von Magnus. Sunny, die Chefin unserer Neustupses, wurde im Laufe der Zeit immer schwächer und fragiler, und obwohl sie gut fraß, nahm sie stetig ab. Wir wissen nicht, wie alt sie war, da sie gemeinsam mit Maja, Minimus und Stoffel aus einer Beschlagnahmung zu uns kamen, aber wir glauben, dass sie doch schon etwas älter war als die Stupses. Nichtsdestotrotz hat niemals eine/r aus der Gruppe versucht, ihr die Chefin-Position streitig zu machen. Aber als sie dann schließlich auch nicht mehr laufen konnte bzw. sich sauber halten konnte, mussten wir schweren Herzens einsehen, dass es an der Zeit war, sie am 27. November, gehen zu lassen. 🖤
Und als ob der Tag nicht bereits schlimm genug war ... Abends wollte ich die Kaninchen ins Bett bringen und hab etwas verzweifelt nach der Frieda gesucht. Frieda und Coco waren eigentlich IMMER zusammen, mein kleiner Kindergarten. Aber irgendwie konnte ich sie nicht finden. Bis ich dann die Stalltür aufmachte ... dort lag sie, tot. Ich konnte es einfach nicht fassen und hatte mehr oder weniger einen kleinen Nervenzusammenbruch! Wie kann es sein, wer lässt es zu, dass ein so junges Leben so plötzlich enden muss???? Ich konnte es nicht begreifen! Und Coco auch nicht, der hat noch lange um sie getrauert. Nun aber lebt er mit einer kleinen Teddy-Häsin zusammen, mit der er wirklich Freundschaft geschlossen hat ... selbst wenn es nicht seine Frieda ist.
Zum Abschluss möchte ich allen meinen Regenbogen-Kindern, auch die aus den zwei Jahren zuvor, danken für die wunderschöne Zeit und all die Liebe, die sie mir gegeben haben, die Freude, die sie mir gemacht haben und ich schicke ganz ganz viel Liebe und Dankbarkeit über den Regenbogen und hoffe, dass sie bei ihnen ankommt.
❤️ DANKE! ❤️